Recherche aktuell

„Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ – an dieser Wahrheit lässt sich nicht rütteln. Doch leider finden sich vor allem im Internet, in Sozialen Medien oder auch auf dem Buchmarkt viele Un- oder Halbwahrheiten in Sachen Ernährung, die sich häufig mit wissenschaftlich fundierten Informationen vermischen. Um diesen unseriösen Aussagen etwas entgegenzusetzen, gibt es seit 2019 am Kompetenzzentrum für Ernährung in Freising einen Recherchedienst. Dieser durchforstet Studien in wichtigen wissenschaftlichen Datenbanken, analysiert Informationen aus dem Internet und reduziert die enorme Informationsflut auf das Wesentliche.
Aktuelle Texte – Ernährungswissen to go! – finden Sie hier auf dieser Seite.

Nestlé-Studie 2021
Konsumenten wünschen sich Klimalabel für Lebensmittel

Eine kleine Erdkugel liegt auf einem Teller mit Besteck

© smolaw11 / Adobe Stock

Viele Konsumenten betrachten die Bekämpfung des Klimawandels als eine der größten globalen Herausforderungen. Sie sind auch bereit, sich mehr dafür einzusetzen. Dennoch ist der Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Ernährung vielen Menschen noch nicht hinreichend klar und bewusst. Die Nestlé-Studie 2021 „So klimafreundlich is(s)t Deutschland“ untersuchte diese und weitere Aspekte einer klimafreundlichen Ernährung. Einige Kernergebnisse der Studie hat das KErn zusammengefasst.  Mehr

Ernährungsreport des BMEL 2021

Bundesministerin Klöckner und Prof. Güllner halten eine Platte mit dem Cover des Ernährungsreports 2021 in die Kamera

© BMEL/Janine Schmitz/photothek.net

Das Bundesministerium für Ernährung (BMEL) gibt seit 2016 jedes Jahr den Ernährungsreport heraus. Dieser beleuchtet Ess- und Einkaufsgewohnheiten der Bundesbürger und erfasst aktuelle Trends, Meinungen und Wünsche zu den Themen Ernährung und Lebensmittel. Zur Erfassung des Stimmungsbilds befragt das Institut Forsa dafür telefonisch rund 1000 Menschen ab 14 Jahren. Inhaltlich knüpft die Untersuchung in Teilen an die Befragungen aus den Vorjahren an, sodass für einige der Fragen Zeitvergleiche möglich sind. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner stellte am 19.05.2021 in Berlin die neuen Umfragedaten vor.  Mehr

Informationsübersicht in Kürze
Zucker – Fakten statt Fehlinformation

Ein Glas voll Zuckerwürfel mit einem Strohhalm drin

@ weixx/Fotolia

Mit Schlagzeilen wie „Zucker ist Gift für den Körper“ oder „Zucker ist toxisch, er ist für unsere Kinder so schädlich wie Alkohol“ werden die gesundheitlichen Nachteile von Zucker in vielen Internetartikeln betitelt und diskutiert. Neben den offiziellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es in der Laienpresse als auch von Industrieverbänden unterschiedliche Darstellungen, was den gesundheitlichen Aspekt von Zucker betrifft. Während einige Veröffentlichungen gut recherchiert und neutral geschrieben sind, gibt es andere Stimmen die deutlich pro oder contra Zucker argumentieren. Fakt ist jedoch, dass es, wie so oft in den Ernährungswissenschaften, kein „Richtig oder Falsch“ gibt und das Thema differenziert betrachtet werden muss. Wie einst Paracelsus bereits sagte „Die Dosis macht das Gift“. Dies gilt auch für den Zuckerkonsum.   Mehr

14. DGE-Ernährungsbericht
Kurze Zusammenfassung und Bewertung im Kontext einer Umsetzung einer nachhaltigen und gesundheitsförderlichen Ernährung

Grafische Darstellung der Trends im Gemüseverbrauch von 2007 - 2018

© 14. DGE-Ernährungsbericht

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlicht im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) alle vier Jahre ihren Ernährungsbericht. Er gibt Antworten auf grundlegende Fragen wie „Was und wie viel wird in Deutschland gegessen?“ „Wie verändern sich das Ernährungsverhalten und die Versorgung der Menschen?“ „Werden Ernährungsempfehlungen umgesetzt?“ und „Welche Maßnahmen sind notwendig, um die Gesundheit der Menschen zu fördern?“. Der aktuelle Ernährungsbericht, Bericht Nr. 14, ist Ende November 2020 erschienen. Die Ernährungsberichte schreiben Daten zur Ernährungssituation in Deutschland fort und stellen jeweils aktuelle Forschungsergebnisse vor.  Mehr

Utopia-Studie
Wie gesund ist vegetarische und vegane Ernährung?

Junge Frau steht in einer modernen Küche und kostet Essen aus einem Schöpflöffel

© Adobe Stock/Drobot Dean

Flexitarisch, vegetarisch, vegan oder plant-based – immer mehr, vor allem junge Menschen, verzichten auf Fleisch oder zusätzlich noch auf Milch und Eier. Laut einer Online-Umfrage der Internet-Plattform utopia.de mit mehr als 14.400 Teilnehmern ernähren sich sogar 53 Prozent der 18- bis 24-Jährigen vegetarisch. Als "Flexitarier" bezeichnen sich 30 Prozent der Utopiastudie-Teilnehmer , die nur gelegentlich Fleisch auf dem Teller haben. Zwar handelt es sich bei dieser Befragung nicht um eine repräsentative Umfrage, da die Nutzer von utopia.de eher zur Gruppe der LOHAS (Lifestyle of Health and Substainability) gehören, also bereits ein starkes Interesse an Umweltthemen haben. Dennoch liefert die Utopia-Studie aktuelle Zahlen und lässt Tendenzen in der Probandengruppe ablesen.  Mehr