Interreg Alpine Space Projekt
AlpBioEco – Bioökonomische Potenziale im Alpenraum entdecken und nutzen

Projektpartner aus den Ländern des Alpenraums trafen sich im Juni zum Kick-off-MeetingZoombild vorhanden

©Innocamp Sigmaringen

Den Alpenraum stärken, indem man das vorhandene Potenzial der regionaltypischen Produkte nutzt und hinsichtlich seines bioökonomischen Potenzials untersucht, das ist das Ziel des EU-Projekts AlpBioEco. 13 Projektpartner aus 5 Ländern des europäischen Alpenraums befassen sich seit Mai 2018 mit dem Thema, wie man das bioökonomische Potenzial der alpentypischen Produkte Äpfel, Kräuter und Walnüsse erfasst und mit Erarbeitung von Businessmodellen zu attraktiven Geschäftsideen für klein- und mittelständische Betriebe ausarbeitet.
Das Kompetenzzentrum für Ernährung erfasst dabei in Kooperation mit der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg die Marktpotenziale von Kräutern und Walnüssen. Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt und endet 2021.

AlpBioEco ist Finalist bei RegioStar 2021Zoombild vorhanden

©AlpBioEco

Projekt AlpBioEco: Finalist der RegioStar Awards 2021
Nach drei Jahren Laufzeit von AlpBioEco lässt sich auf insgesamt sieben Geschäftsmodelle zur Nutzung von Roh- und Reststoffen zurückblicken, die bereits erfolgreich bei regionalen Unternehmen zur Anwendung kommen. Auf diese Weise wird nicht nur die Wertschöpfungskette jedes Produkts optimal genutzt, sondern auch die regionale Landwirtschaft im Alpenraum nachhaltig gestärkt, weswegen AlpBioEco nun im Finale der RegioStar Awards 2021 in der Kategorie Urban Europe steht. Der Sieger wird mittels Voting entschieden. Helfen Sie daher mit und stimmen Sie schnell und ohne Anmeldung unter folgendem Link für AlpBioEco. Einfach in der Rubrik „Urban Europe“ das Projekt AlpBioEco auswählen und auf das Herz klicken. Das Voting läuft bis zum 15.November 2021.

Zum Voting Externer Link

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AlpBioEco stellt sich vor
Meeting in Ljubljana Zoombild vorhanden

©kraftart

Erstes Arbeitspaket (T1) - Ergebnisse und replizierbare Roadmap
Das vom KErn verantwortete erste Arbeitspaket (T1) des Projekts wurde Ende Juni 2019 abgeschlossen. Der Output-Report zur Wertschöpfungskettenanalyse inklusive der Roadmap (Handlungsempfehlung) wurde fertiggestellt. Kurz zuvor wurde beim Meeting in Ljubljana ein letztes Feedback eingeholt, Workshops durchgeführt und der Übergang zum nächsten Arbeitspaket besprochen.

Ergebnisse Arbeitspaket 1 Externer Link

Projektpartner aus den Ländern des AlpenraumsZoombild vorhanden

©AlpBioEco

Zweites Arbeitspaket (T2) - Öko-innovative Geschäftsmodelle
Im zweiten Arbeitspaket (T2) entwickelte das Team öko-innovative Geschäftsmodelle für die im ersten Arbeitspaket identifizierten Wertschöpfungsketten. Diese Business-Modelle für die Verwertung ungenutzter Potentiale wurden in branchenübergreifenden Open-Innovation-Workshops unter Beteiligung von KMU, Clustern, Hochschulen u. a. entworfen. Aus einer Vielzahl von vielen spannenden Entwürfen wurden sechs detaillierte „Blaupausen“ (zwei für jede Wertschöpfungskette) für die Weiterentwicklung ermittelt. Die präferierten Geschäftsmodelle werden im 3. Arbeitspaket getestet, validiert und weiterentwickelt.

Ergebnisse Arbeitspaket 2 Externer Link

Screenshot von dem AlpBioEco Treffen zur best practice BroschüreZoombild vorhanden

©AlpBioEco

Drittes Arbeitspaket (T3) - Konzeptvalidierung
AlpBioEco hat seine Best Practice Broschüre, die das dritte Arbeitspaket (T3) abschließt, Ende September veröffentlicht. In der Broschüre werden sieben ausgewählte Geschäftsmodelle dargestellt, die von den Partnern von AlpBioEco entwickelt bzw. in ihrer Machbarkeit geprüft wurden. Alle sieben öko-innovativen Geschäftsmodelle zeigen das Potenzial der Bioökonomie im Alpenraum. Auch ein Rezept-PDF zur Verwertung von Walnusspresskuchen entstand flankierend. Viel Spaß beim Lesen! 

Ergebnisse Arbeitspaket 3 Externer Link

Cover der AlpBioEco best practice Broschüre

©AlpBioEco

Best Practice Broschüre (englisch, nicht barrierefrei)
Die Best-Practice-Broschüre erklärt nicht nur, wie Produkte als öko-innovative Geschäftsmodelle entwickelt wurden und wie sie möglicherweise die Nachhaltigkeit des Alpenraums verbessern können, sondern reflektiert auch über Geschäfts- und Marketingmöglichkeiten und gibt Verbesserungsvorschläge für jedes der vorgestellten Produkte. Darüber hinaus bildet es die Grundlage für die letzte Periode des AlpBioEco-Projekts, das sich auf die Entwicklung politischer Richtlinien konzentriert, wie Öko-Innovationen im Alpenraum unterstützt werden können. Schließlich sollen die Ergebnisse des Projekts auf andere Alpenregionen oder Projekte übertragen werden können.

AlpBioEco Best Practice Broschüre (englisch, nicht barrierefrei) Externer Link

Screenshot aus dem AlpBioEco-Meeting zum vierten Arbeitspaket

©AlpBioEco

Viertes Arbeitspaket (T4) – Vorbereitung des Strategietransfers
Im August 2020 startete das letzte Arbeitspaket unter der Leitung von Business Upper Austria. In diesem Arbeitspaket überträgt das AlpBioEco-Team die Ergebnisse aus den vorangegangenen Arbeiten in politisches Lernen. Das geschah durch die Einrichtung von bis zu 12 regionalen Beiräten, die die AlpBioEco-Projektpartner bei der Entwicklung regionaler politischer Leitlinien unterstützten. Diese regionalen politischen Umsetzungsrichtlinien sind für alle AlpBioEco-Regionen verfügbar und zielen darauf ab, die Umsetzung der ausgewählten Geschäftsmodelle in definierten Regionen zu fördern.

Ergebnisse Arbeitspaket 4 Externer Link

Logo der Transnational Guidelines von AlpBioEco

©AlpBioEco

Transnational Guideline (englisch, nicht barrierefrei)
Der Transnational Guideline ist das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der AlpBioEco-Projektpartner. Er gibt einen Einblick in das AlpBioEco-Projekt: Der Leitfaden beinhaltet die entwickelten Geschäftsmodelle und deren Validierung. Außerdem zeigt er, wie die Ergebnisse auf andere Regionen übertragen werden können und werden. Die transparente Darstellung der Vorgehensweise und der Projektergebnisse soll als Vorbild und Anreiz für weitere neue bioökonomische Geschäftsmodelle und Projekte dienen.

AlpBioEco Transnational Guidelines (englisch, nicht barrierefrei) Externer Link

Ein Screenshot von der AlpBioEco-Abschlusskonferenz

©AlpBioEco

AlpBioEco-Abschlusskonferenz
Kurz vor dem Ende des AlpBioEco-Projekts unterstütze das Kompetenzzentrum für Ernährung die AlpBioEco-Abschlusskonferenz am 11. Februar 2021. Es wurden Projektergebnisse mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern geteilt, aber auch selbst viele neue Informationen und Kontakte gewonnen. Der Tag war voller interessanter Diskussionen über Bioökonomie und Innovation, und wir möchten einige Einblicke in unsere erfolgreiche Abschlusskonferenz mit Ihnen teilen.

Nachbericht der Abschlusskonferenz

Das Ziel von AlpBioEco ist es, pflanzliche Roh- und Reststoffe im Alpenraum zu neuem wirtschaftlichen Nutzen zu verhelfen. Dazu wurden beispielhaft die Wertschöpfungsketten von Apfel, Walnuss und Kräutern näher untersucht. Aus den zahlreichen innovativen Produktideen wurden die folgenden sieben Geschäftsmodelle ausgewählt und eine Implementierung angestrebt.
  • Gluten-freies Apfelmehl wird aus Apfeltrester hergestellt und ist durch seinen hohen Nährstoffanteil interessant für die Ernährung, aber auch für Kosmetikprodukte, wie für die Hautpflege.
  • Biologisch abbaubare Verpackungen oder Einweggeschirr wird aus Apfeltrester hergestellt und stellt eine nachhaltige Alternative für Einwegplastikprodukte wie Plastikstrohhalme dar.
  • Walnussaufstriche aus Walnusspresskuchen bietet eine nachhaltige Verwertung für Ölmühlen von hochwertigen Produkten dar. Zusätzlich wurde eine Presskuchen-Rezeptbroschüre entwickelt.
  • Walnuss-Flips aus Walnusspresskuchen sind vergleichbar mit den bekannten Erdnussflips. Die Walnuss-Flips sind ein gepuffter, gesunder Snack aus qualitativ hochwertigen Walnussresten und können süß oder salzig gewürzt werden.
  • Organische, pflanzliche Kautschuk-Schnuller enthalten Extrakte aus Alpenkräutern und können zur Behandlung von z.B. Zahnschmerzen, Koliken, Hautkrankheiten, Schlaflosigkeit usw. bei Babys verwendet werden.
  • Alpenheu-Samen: Mit einer speziellen Maschine, die nur den oberen Teil der Wiese abschneidet, können Blütenköpfe geerntet werden. Er ergibt sich ein doppelter Nutzen. Zum einen kann das die Wiese anschließend noch gemäht und als Heu für Tierfutter verwendet werden. Zum anderen kann aus den Blütenköpfen regionales Saatgut zur Wiederbepflanzung gewonnen werden.
  • Eine digitale Plattform schafft einen virtuellen Marktplatz für den Austausch von Ideen, Informationen, traditionellen oder innovativen Rohstoffen oder Reststoffen oder fertigen Produkten. Die digitale Plattform hat zum Ziel, Hindernisse entlang von neuen, branchenübergreifenden Wertschöpfungsketten abzubauen. Dadurch kann ein innovatives Netzwerk geschaffen werden.

Grafik von einem Apfel, einer Walnuss und Kräuter

Walnuss-Presskuchen: Ideen und Rezepte

Rezepte mit Walnuss-Presskuchen (deutsch)

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert dieses Projekt über das Interreg Alpenraum Programm. Fördersumme der Europäischen Union: 1.820.666 €