Wissen trifft Genuss - KErn Newsletter 02/26
Quelle: BMLEH-Ernährungsreport 2025
laut dem Ernährungsreport 2025 des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat geben 43 Prozent der Befragten an, nahezu täglich zu Hause mit frischen Zutaten zu kochen. Kochen bereitet dabei der Mehrheit Freude: 72 Prozent haben Spaß daran, sich und andere zu versorgen. Neben frischen Grundzutaten wie Gemüse, Fisch, Fleisch, Milchprodukten oder Teigwaren spielt vor allem eines eine zentrale Rolle für Genuss und Qualität – die richtige Würze. Denn erst Gewürze wie Salz, Pfeffer, Paprika oder Muskat verleihen unseren Gerichten Charakter, Tiefe und Wiedererkennbarkeit.
Genau hier setzt diese Ausgabe unseres Newsletters an. Sie richtet sich an alle, die Geschmack, Wissen und regionale Qualität miteinander verbinden möchten. Den Auftakt bilden die Qualifizierung Gewürzsommelier® sowie der SommelierGipfel 2026 der bayerischen GenussAkademie, bei denen Sensorik, Praxis und der fachliche Austausch rund um Pfeffer, Zimt & Co. im Mittelpunkt stehen.
Darüber hinaus erwarten Sie unter anderem die Ergebnisse der Bayerischen Ernährungsstudie, die Spezialitätendatenbank GenussErbe Bayern sowie eine laufende Online-Umfrage zur Gemeinschaftsverpflegung. Neues Infomaterial gibt wissenschaftliche Updates zum Thema Milch und verrät einfache Tipps zur Lebensmittelrettung.
Wir wünschen Ihnen interessante Einblicken und viel Freude beim Lesen!
Ihre KErn-Redaktion
Sie haben Lob, Kritik, Anregungen oder Fragen zu unserem Newsletter? Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht unter: Redaktion@KErn.bayern.de
Frisch auf den Tisch: Neues vom KErn
GenussAkademie
Fachwissen, Sensorik, Austausch – Gewürzsommelier® und SommelierGipfel 2026
© KErn
Die Qualifizierung Gewürzsommelier® der GenussAkademie ist in ihre 11. Runde gestartet – und gleich zu Beginn werden die Sinne geschärft: 20 Teilnehmende vergleichen in Blindproben Kampot-, Tellicherry- und Kubebenpfeffer, erschnuppern feine Zitrusnoten und ordnen Chili Schärfe jenseits der üblichen Scoville-Skala ein.
In den Praxisblöcken werden Zimtstangen, Kardamomkapseln und Kreuzkümmel frisch gemörsert, sodass unmittelbar erfahrbar wird, wie sich Aromen nach dem Mahlen verändern. Theorie zu Herkunft, Erntezeitpunkten und Verarbeitung wird dabei direkt am Produkt überprüft – vom ganzen Gewürz bis zum fertigen Teller.
Einen ähnlichen fachlichen Austausch bietet der dritte Bayerische SommelierGipfel im Oktober 2026 in Kulmbach: Das eineinhalbtägige Fortbildungsevent richtet sich an Sommeliers aller Fachrichtungen – von Gewürzen über Käse, Milch und Fleisch bis zu Bier, Wein, Wasser und Fruchtsäften. Praxisworkshops, konkrete Produktbeispiele und persönliche Begegnungen stehen im Mittelpunkt, mit dem Ziel, regionale Spezialitäten noch authentischer zu vermitteln und ein starkes Netzwerk rund um die Dachmarke GenussBayern aufzubauen.
Der SommelierGipfel wird vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus veranstaltet und von der GenussAkademie organisiert.
Weitere Informationen zum SommelierGipfel 2026 und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier
Weitere genussreiche Projekte und Veranstaltungen erfahren Sie auf GenussBayern:
Bayerische Spezialitäten
GenussErbe Bayern: Die Spezialitätendatenbank für bayerische Erzeugnisse
© GenussErbe Bayern
GenussErbe Bayern präsentiert die kulinarischen Spezialitäten des Freistaats in einer umfassenden Online-Plattform. In der Spezialitätendatenbank sind mehr als 285 typisch bayerische Produkte erfasst, ergänzt mit Rezepten und Museumsinformationen. Regionale Spezialitäten sind ein wichtiges Kulturgut. Daher bewahrt GenussErbe Bayern das Wissen zu Rohstoffen und Verarbeitungen auch für kommende Generationen, vom Bier mit langer Tradition über das vielfältige Backhandwerk bis zu hochwertigen Fleisch‑ und Wurstwaren. Die Sammlung wird vom Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) betreut.
Stöbern Sie in der Datenbank und lassen Sie sich von unseren bayerischen Spezialitäten begeistern.
SGV-Bayern
Bayernweite Online-Umfrage zur Gemeinschaftsverpflegung endet bald!
© KErn/Metronom GmbH
Letzte Chance: Noch bis zum 27. Februar können Sie an der Online-Umfrage zur Gemeinschaftsverpflegung teilnehmen.
Das KErn führt gemeinsam mit der Hochschule Fulda und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) eine Umfrage zur Gemeinschaftsverpflegung in Bayern durch. Ziel ist es, die jährlichen Leistungen der Gemeinschaftsverpflegung in Bayern sichtbar zu machen.
Aufgerufen sind alle Verpflegungsverantwortlichen und Caterer in Betrieben und Einrichtungen: von Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen über Betriebsrestaurants und Krankenhäuser bis hin zu Pflegeeinrichtungen und Jugendherbergen.
In weiteren Schritten werden Lieferanten, Händler, Verarbeiter und Landwirte befragt, um detaillierte Einblicke in Mengen, Herkunft und Anbaumethoden ausgewählter Lebensmittel zu gewinnen. So lassen sich Erfolgsfaktoren, Herausforderungen sowie der Einsatz von Bio- und Regionalprodukten besser verstehen.
Als Dankeschön werden unter allen Teilnehmenden attraktive Preise verlost!
Neues Infomaterial
Broschüre
Milch: Fakten statt Mythen
© KErn
Milch ist in die Kritik geraten - zu Unrecht! Dies belegt das Projekt „Update: Milch – Neues aus der Wissenschaft“. Die Studienergebnisse haben wir in der Broschüre „Milch – Fakten statt Mythen“ zusammengetragen. So kann der Konsum von Milch, vor allem in Form von Joghurt oder Käse, vor Herz-Kreislauferkrankungen und Dickdarmkrebs schützen. Was Milch und Milchprodukte sonst noch können und welche Gesundheits-Mythen schlichtweg falsch sind, können Sie in der Broschüre nachlesen.
Poster-Serie
Zahlen und Tipps zur Lebensmittelrettung in Deutschland
© KErn
Lebensmittelrettung geht uns alle an: In Deutschland werden pro Person und Jahr durchschnittlich rund 75 kg Lebensmittel weggeworfen. Unsere neue Posterserie aus der Reihe Lebensmittel.Retten fasst kompakt zusammen, welche Lebensmittel sich leicht retten lassen und mit welchen einfachen Maßnahmen Sie aktiv werden können. Hängen Sie die Poster sichtbar auf - etwa in der Küche oder im Vorratsraum zuhause, in der Teeküche im Büro, im Klassenzimmer oder in Gemeindezentren - und leisten Sie so einen direkten Beitrag zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung.
Wissen in Sicht: Neues vom Ernährungsradar
Gut informiert
Bayerische Ernährungsstudie: Daten, Zahlen, Fakten
© AdobeStock/Lumixera
Was isst Bayern? Weniger Fleisch und mehr Gemüse als bei der letzten Verzehrstudie vor 20 Jahren. In der Summe jedoch immer noch zu wenig Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte, was zu Defiziten bei Mikronährstoffen und Ballaststoffen führt. Zu viele tierische Produkte, Salz und Fett wirken sich wiederum auf das Gewicht aus: Die Hälfte der Befragten war übergewichtig, ein Fünftel sogar adipös.
Hier den ganzen Artikel zur Bayerischen Ernährungsstudie lesen
Weitere aktuelle Beiträge vom Ernährungsradar:
Veranstaltungstipps
Online-Infoveranstaltung
Coaching Gemeinschaftsverpflegung – Jetzt informieren
© AdobeStock / Ana
Wollen Sie die Verpflegung in Ihrer Einrichtung gesünder, nachhaltiger und wirtschaftlicher machen?
Unser Coaching unterstützt bayerische Einrichtungen aller Bereiche dabei, das Angebot praxisnah und wertschätzend anhand der Bayerischen Leitlinien für Gemeinschaftsverpflegung zu verbessern.
In der Online Infoveranstaltung erfahren Sie, wie die Bewerbung funktioniert, wie das Coaching abläuft und welche Inhalte Sie erwarten. Ehemalige Teilnehmende berichten zudem von ihren Erfahrungen.
Der nächste Termin findet am 21. April 2026 statt.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Hier finden Sie weitere Workshops und Fortbildungen zum Thema „Gemeinschaftsverpflegung"
Tagung
Künstliche kulinarische Intelligenz – Tagung zu KI und Ethik in der Lebensmittelwirtschaft
© Sora/OpenAI, Promptdesign Hendrik Haase
Wie verändern Algorithmen, Datenplattformen und Künstliche Intelligenz die Lebensmittelwirtschaft – vom Acker bis auf den Teller? Diese Frage steht im Mittelpunkt der zweitägigen Tagung „Künstliche kulinarische Intelligenz“, die in der Evangelischen Akademie Tutzing vom 2.-3. März 2026 stattfindet.
Die Veranstaltung bringt Expert:innen aus Lebensmittelwirtschaft, Landwirtschaft, Technologie, Startups, Wissenschaft, Ethik, Esskultur und Medien zusammen. Diskutiert werden die Auswirkungen von KI auf Produktionsprozesse, Transparenz, Konsumentscheidungen und Wertschöpfungsketten – ebenso wie die ethischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen, die sich daraus für die Branche ergeben. Als Speaker ist Dr. Stephan Lück dabei, Ernährungswissenschaftler und Leiter des Bereichs Ernährungsbildung & Gemeinschaftsverpflegung am Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) in Kulmbach.
Hier können Sie mehr über die Veranstaltung und die Anmeldung erfahren
Schmankerl des Monats Februar
Hasenöhrl - knusprige Tradition zum Fasching
© GenussErbe/StMELF
Knusprig, goldbraun und leicht gezuckert – so serviert man Hasenöhrl klassisch in Niederbayern. Die rauten- oder dreieckförmigen Schmalzgebäcke sind etwa acht Zentimeter lang und drei Zentimeter breit und werden beim Backen außen lecker kross. Durch einen kleinen Einschnitt an einer Ecke wölbt sich der Teig auf, sodass die Stücke an lange, dünne Hasenohren erinnern und dem Gebäck seinen Namen geben.
Der Teig selbst ist nicht süß, wird aber häufig mit Zucker bestreut, sodass das Gebäck eine angenehme Süße erhält. Traditionell werden Hasenöhrl gerne mit Kompott serviert und sind ein beliebter Begleiter zur Kaffeetafel.
Sie sind fest mit dem Fasching verbunden: Am Ende des Winters brauchten die Menschen energiereiche Speisen, und Schmalzgebäck lieferte schnell Kalorien. Zutaten stammten oft aus der eigenen bäuerlichen Wirtschaft, und Schmalz ließ sich leicht über dem Feuer erhitzen. So konnte frisches Gebäck an vielen Tagen zubereitet werden und diente auch in arbeitsreichen Sommermonaten als sättigende Zwischenmahlzeit.
Weitere bayerische Spezialitäten und Rezepte finden Sie hier

